Imitation als Superpower

Johannes Hogg stellte Imitation als Superpower für die nachhaltige Transformation auf der diesjährigen AHFE vor. Seinen Vortrag über „The mimetisch Power for the Diffusion of Innovation“ präsentiert er im Konferenzprogrammteil Human Side of Service Engineering.

In der Präsentation wurde die von der Ressource-Advantage-Theorie geprägte Sichtweise, das Unternehmen nicht nachahmbare Dienste im Markt anbieten sollen, herausgefordert.

Der Vortrag beleuchtet die positive Seite der Imitation als mögliche Macht-Strategie, um das Verhalten anderer Marktteilnehmer zu beeinflussen und Märkte zu transformieren. Hierzu wurden die von dem französischen Philosophen Rene Girard geprägten Begriffe mimetischer Wunsch und mimetische Reziprozität konzeptioniert.


Im Vortrag vorgestellte Ergebnisse sind:

  • Mimesis ist eine Macht-Strategie, um Ereignisse oder das Verhalten von Akteuren im Markt zu verändern.
  • Die Macht der Nachahmung treibt die Verbreitung von Innovationen voran.
  • Mimesis geht über das bloße Imitieren von Produkte hinaus und gilt auch für Praktiken und Gebräuche. Das bedeutet, dass kognitive Schemata direkt von einem Akteur auf einen anderen übertragen werden können.
  • Somit ermöglicht mimetische Macht auch die Verbreitung der institutionellen Arrangements zwischen Akteuren

Für nachhaltige Innovationen hilft Imitation zum Beispiel bei

  • der Senkung der Lernkosten
  • der schnellen Verbreitung von nachhaltigen Innovationen im Markt.
  • der Erhöhung des Innovationstempo in einer Branche
  • der Schaffung von nachhaltigen Marktstandards.

Die internationale AHFE-Konferenz ist ein weltweit führendes Forum, wo sich auch Wissenschaftler der International Society of Service Innovation Professionals (ISSIP) sowie der Human-Side of Service Engineering treffen.